Berichte

DSC00768Die erste Sommerbergtour der Gersthofer NaturFreunde ging auf die Krähe; ein schöner Aussichtsberg in unmittelbarer Nähe der Hochplatte und des Tegelberges in den westlichen Ammergauer Bergen. Da der Wetterbericht Regen angesagt hatte, wurde die Tour um einen Tag auf den Sonntag verschoben. Bei dann gutem Wanderwetter ging es bei der Ammerwald Alpe im hinteren Graswangtal los. Zunächst durch das romantische Roggental hinauf zur Roggentalgabel, und dann linkshaltend zum Roggentalsattel. Die oberen ca. 300 Höhenmeter mussten wir fast ständig durch Schnee steigen. Da der aber relativ weich war, konnten wir gute Tritte machen, und kamen schnell voran. An der Scharte wartete dann eine gut 2 Meter hohe Scheeewächte, die wir zum Glück über Felsen umgehen konnten. Die letzten 200 Höhenmeter waren nahezu schneefrei, und auch am Gipfel selbst lag nicht mehr viel. Die Fernsicht war zwar nicht besonders gut, aber die umliegenden Berge und Seen konnten wir doch erkennen. Der Abstieg hatte dann noch eine unangenehme Überraschung parat. Der steile Übergang auf die Nordseite des Niederstraußberges war verschneit, sodass wir uns etwas heikel über steile Schrofen einen Weg suchen mussten. Wir haben es geschafft, und der anschließende Abstieg auf dem sog. Schützensteig über den Niederstraußbergsattel und das Ochsenängerle hinunter zum Hotel Ammerwald war problemlos. Nach weiteren zwei Kilometern zurück zum Auto, kehrten wir noch in der Ammerwald Alpe ein. Die Sommersaison war somit eröffnet.

20170604 161431Am 04. Juni war es wieder soweit. Wie jedes Jahr am Pfingstsonntag fand das traditionelle Hüttenfest der Gersthofer NaturFreunde rund um die Klaus-Hütte in Muttershofen statt. Nachdem der Aufbau am Samstag noch bei perfektem Wetter stattfand, kam über Nacht eine Gewitterfront. Am Sonntag regnete es am Vormittag noch leicht, sodass schon das schlimmste befürchtet wurde. Zum Glück war es nicht kalt, und gegen Mittag wurde es besser. So füllten sich die Plätze zunächst auf der überdachten Terrasse, und später auch auf der Wiese. Die musikalische Unterhaltung kam erneut in bewährter Qualität von Robert Kraus. Für das leibliche Wohl war in Form von Weißwürsten, Gegrilltem, Kaffee und Kuchen, sowie Getränke aller Art gesorgt. Es gab sogar Cocktails an der Bar. Dank der vielen Helfer lief wieder alles reibungslos ohne Probleme ab, und nächstes Jahr spielt dann hoffentlich der Wettergott gleich von Anfang an mit!

IMG 5362Am 25. Mai, dem Vatertag, führten die NaturFreunde Gersthofen einen Aktionstag auf dem Gelände der Klaus-Hütte durch, der unter dem Motto „NaturFreunde bewegen – Vatertag neu erleben!“ stand. Hintergrund war die bundesweit durchgeführte Kampagne zur Mitgliederwerbung. Auf extra gestalteten Flyern wurde schon Wochen vorher auf diesen Tag hingewiesen. Das ideale Ausflugswetter trug dazu bei, dass zahlreiche Mitglieder und auch Nichtmitglieder den Weg hinaus in die westlichen Wälder fanden. Ein Laufzettel führte die Gäste durch die verschiedenen Stationen, wie Waldparcour, Slackline, Mountainbiken, Baumklettern mit Abseilen, Gymnastik, Nordic Walking, Disc-Golf und Kinderschminken / basteln. Auch für das leibliche Wohl war in Form von Getränken, Eis, Kaffee, selbst gebackenen Kuchen, sowie Würstchen mit Semmel gesorgt. Bei einer Tombola konnten schöne Preise gewonnen werden. Der Kinderspielplatz und der große Sandkasten sorgten dafür, dass auch die kleineren Gäste viel Spaß hatten. Das Resümee viel durchwegs positiv aus, und der gut organisierte Tag trug sicher dazu bei, das umfangreiche Angebot der Gersthofer NaturFreunde bekannter zu machen. Und wer weiß: Vielleicht gibt es ja bald das Ein oder andere Mitglied mehr? Eine Wiederholung ist auf alle Fälle nicht ausgeschlossen!

Die dritte Schneeschuhtour des Winters verdiente den Namen endlich, und wir gingen wirklich mit Schneeschuhen. Allerdings haben wir das ursprüngliche Ziel auf die Salmaser Höhe bei Immenstadt etwas weiter nach Osten verlegt. Grund war eine Schneefront, die aus Westen nach Bayern zog. Somit wählten wir das Schwarzeck (1471 m), ein unscheinbarer Waldgipfel in der Nähe der Hohen Bleick in den westlichen Ausläufern der Ammergauer Berge. Ausgangspunkt war die Trauchgauer Almstube. Zunächst wanderten die 9 NaturFreunde über eine Wiese, dann weiter mäßig bergauf auf einem Forstweg Richtung Osten. Weiter oben konnten wir einen Blick auf die Wieskirche werfen. Ungefähr 100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels ging es steil und weglos durch den Wald. Da auf dieser Höhe ca. ½ Meter Schnee lag, war die Spurarbeit ganz schön anstrengend. Nach ca. 3 Stunden erreichten wir nach 650 Höhenmetern den unscheinbaren Gipfel ohne Kreuz. Das Wetter wurde immer schlechter, sodass wir uns beeilten noch trocken wieder zu den Autos zu kommen. Da der Abstiegsweg dem Aufstiegsweg entsprach, mussten wir nicht mehr spuren, und es ging zügig abwärts. Kaum erreichten wir nach ca. 2 Stunden die Autos, begann es erst zu regnen, später dann zu schneien. Da saßen wir aber schon in der Almstube und ließen uns den Kaffee und Kuchen schmecken.

Die zweite Schneeschuhtour des Winters ging in den nord-östlichen Teil der Ammergauer Berge. In der Nähe von Saulgau liegt der kleine Weiler Unternogg. Von dort ging die Tour auf den Hochschergen (1396 m) los. Aufgrund der mäßigen Schneelage entschieden wir uns schon das zweite Mal in diesem Winter dafür, die Schneeschuhe im Auto zu lassen. Zunächst wanderten wir auf einem Fortsweg, der später steil in den Wald abzweigte. Für die ca. 650 Höhenmeter brauchten wir knapp 2 Stunden. Gerade als wir auf dem unscheinbaren Gipfel (inzwischen ohne Kreuz) angekommen waren, fing es heftig an zu schneien. Nach 15 min war der Spuk vorbei, und es kann sogar etwas die Sonne raus, und gab den Blick frei zum Pürschling. Der Abstieg folgte dem Aufstiegsweg, und nach weiteren 1,5 Stunden waren wir wieder unten bei den Autos. Da es noch ziemlich früh am Nachmittag war, hatten wir genügend Zeit in dem bekannten Ausflugsgasthof einzukehren. Trotz des durchwachsenen Wetters war es eine schöne, nicht allzu anstrengende Tour in einer eher selten besuchten Gegend.

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